SYNOPSIS

Die Familie Kara lebt seit vielen Jahren in Zürich und wird durch den Patriarchen und strenggläubigen Vater Abdullah dominiert. Emine, die Mutter versucht, das strenge Regime ihres Mannes auszugleichen und all ihren Kindern Liebe und den Glauben an Allah gleichermassen zu schenken. Während ihr ältester Sohn Kadir und ihre Tochter Elif ihren Platz in der türkischen Familie wie auch der westlichen Welt gefunden haben, kämpft ihr jüngster Sohn Burak mit der fehlenden Anerkennung seines Vaters und seiner Suche nach einer Identität zwischen den Welten. Weder bei seinen nicht muslimischen Freunden noch in der Moschee fühlt er sich geborgen. Burak schwört der westlichen Welt ab und beginnt den Koran in das Zentrum seiner Weltanschauung zu stellen. Zunächst beeindruckt von der strenggläubigen Art ihres Sohnes merken Abdullah und Emine zu spät, dass Burak ihnen bereits entglitten und auf dem Weg in den heiligen Krieg ist. Der Vater macht sich auf, im türkisch-syrischen Grenzgebiet seinen Sohn zu suchen. Zwischen Orient und Okzident schenkt ihm die schicksalshafte Begegnung mit dem kurdischen Jungen Malik
eine zweite Chance.

MÖCHTEN SIE AN EINER DER
PREMIEREN TEILNEHMEN?

Dann füllen Sie die unten stehenden Angaben aus, kreuzen die gewünschte Premiere an und mit ein bisschen Glück sind Sie dabei.

Premieren in Anwesenheit von Esen Isik (die weiteren Premieren werden laufend ergänzt)

Wir werden die GewinnerInnen spätestens eine Woche vor der jeweiligen Premiere informieren.

Spezialveranstaltungen

Zurich – Montag, 4.11 – 18:00 Riffraff 1 > Vorverkauf

mit Esen Işık, Miryam Eser Davolio (ZHAW Forschungsschwerpunkte Jihadistische Radikalisierung) und Cornelia Bessler (Chefärztin des Zentrums für Kinder- und Jugendforensik der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich und Mitglied des nationalen Expertenpools des Nationalen Aktionsplans zur Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus). Moderation Hannan Salamat (Fachleiterin Islam ZIID – Zürcher Institut für Interreligiöser Dialog)

Zurich – Samstag, 9.11 – 13:30 Riffraff 1 > Vorverkauf

mit Esen Işık, Rafaela Estermann (IRAS COTIS), Ebnomer Taha (Redaktionsmitglied islamica.ch) und Hannan Salamat (Fachleiterin Islam ZIID – Zürcher Institut für Interreligiöser Dialog).

Zurich – Sonntag, 17.11 – 11:00 Riffraff 1 > Vorverkauf

mit Esen Işık und Rifa’at Lenzin (Schweizer Muslimin und Islamwissenschaftlerin). Moderation Hannan Salamat (Fachleiterin Islam ZIID – Zürcher Institut für Interreligiöser Dialog).

 

SCHULVORFÜHRUNGEN

Wir organisieren für Ihre Schulklasse eine Kinovorführung in Ihrem bevorzugten Kino wann Sie wünschen. Wir vermitteln gerne Gespräche mit der Regisseurin oder Fachpersonen.

Melden Sie sich bei Méloé Spicher :
schulen@outside-thebox.ch

Weitere Infos zu den Schulvorführungen
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ESEN IŞIK

BIOGRAFIE

Esen Işik wurde 1969 in Istanbul geboren und besuchte dort das Gymnasium. Zwischen 1985 und 1990 arbeitete sie am Jugendtheater „Kartal“ in Istanbul. Von 1992 bis 1997 studierte sie an der Hochschule für Gestaltung im Fachbereich Film/Video in Zürich. Sie schloss ihr Studium mit dem Diplomfilm ÖLMEYE YATMAK ab, der als beste Diplomarbeit 1997 ausgezeichnet wurde und den Nachwuchspreis der Suissimage erhielt. 1999 entstand BABAMI HIRSIZLAR CALDI, der Preise in Clermont Ferrand, Athen und den den Schweizer Kurzfilmpreis im Jahr 2000 einbrachte. Es folgen weitere Auszeichnungen wie der Zürcher Filmpreis im 2002 für REISE OHNE RÜCKKEHR und der Schweizer Filmpreis für den Besten Kurzfilm DU & ICH im 2012. Esen Işiks erster langer Spielfilm KÖPEK gewann ebenfalls den Schweizer Filmpreis 2016 für den Besten Film und für die beste Schauspielerin Beren Tuna, die in AL-SHAFAQ erneut eine Rolle übernimmt.

FILMOGRAFIE

2019AL-SHAFAQ Wenn der Himmel sich spaltet, Spielfilm 98‘, Prod. maximage

2015KÖPEK, Spielfilm 98’, Prod. maximage
Schweizer Filmpreis 2016: Bester Spielfilm, Beste Hauptdarstellerin, Bestes Sounddesign

2012 – DU&ICH, Spielfilm, 22’, Prod. maximage
Schweizer Filmpreis 2012

2002REISE OHNE RÜCKKEHR, Spielfilm, 40’, Prod. Dschoint Ventschr
Nominiert für den Schweizer Filmpreis
Kodak Preis Pardo di Domani, Locarno
Zürcher Filmpreis 2002

2001EINE GENERATION ZWISCHEB ZWEI WELTEN, Dokumentarfilm, 60’, ARTE

1999BABAMI HIRSIZLAR CALDI, Spielfilm, 24’. Prod. Dschoint Ventschr
Suissimage Nachwuchspreis 1999, Pardo di Domani 1999
Goldener Fisch Kurzfilmtage Zürich 1999
Spezialpreis der Jury Int. Filmtage Ankara 1999
Grand Prix Clermont Ferrand 2000
Schweizerischen Filmpreis “Kurzfilm“ 2000
Bester Kurzfilm Int. Filmfestival Athen 2000

1997 – ÖLMEYE YATMAK, Spielfilm, 24’, Diplomfilm
Beste Diplomarbeit 1997
Nominiert für den Schweizer Filmpreis
Suissimage Nachwuchspreis 1998

1996 – LINIE 83, Kurzspielfilm, 7’

1995 – WEGGEHEN, Kurzspielfilm, 8’

1994 – IN DEN KELLER, Dokumentarfilm, 3’

1993 – ASKIN, Dokumentarfilm, 9’
Bester Film Basel Film Video Tage 1993

Der Krieg zwischen Licht und Dunkel

„Wer ist Schuld?“ fragt Abdullah, der Familienvater und Taxifahrer aus Zürich, der seinen Sohn im „Heilligen Krieg“ verloren hat.

„Warum lässt Allah Leid und Böses zu?“ fragt Burak, der 16-jährige Teenager, bevor er sich entscheidet, in den Dschihad zu ziehen.

Bei meinen Recherchen zum Film AL-SHAFAQ bin ich einer Familie begegnet, die ihren  16-jährigen Sohn zu Hause eingesperrt hat, nachdem er von seinem Vater an der türkisch-syrischen Grenze abgefangen und in die Schweiz zurückgebracht werden konnte. Ich wurde vom verzweifelten Vater angefragt, mit seinem Sohn zu sprechen, in der Hoffnung, dass dieser zur Vernunft gebracht werden könnte. Zwei Mal war ich in der Wohnung, wo der Junge unter Arrest stand. Doch auch ich hatte keinen Erfolg. Er war absolut überzeugt davon, dass es richtig war, sich für den “Heiligen Krieg” zu opfern.

Die Frage, wie aus Jugendlichen Mörder werden können, hat mich als Mutter einer heranwachsenden Tochter sehr beschäftigt. Was sind die innerlichen Beweggründe für so einen Schritt? Wie ist es überhaupt möglich, dass europäische Jugendliche Teil von diesem sinnlos/grausamen Krieg geworden sind? Wo haben die Eltern und Angehörigen gefehlt? Wieviel Schuld ist dem bedingungslosen Glauben zuzuschreiben?

In AL-SHAFAQ wird der Vater Abdullah, auf der Suche nach seinem Sohn Burak, mit seiner eigenen Schuld konfrontiert, als er dem syrischen Waisenjungen Malik begegnet. Die ungewöhnlichen Umstände dieser Begegnung, sowie ihre gemeinsame Reise, öffnen Abdullah die Augen und lassen eine kritischere Haltung gegenüber seinem bedingungslosen Glauben zu.

Es geht mir nicht darum, die grausame Realität des Krieges zu zeigen, sondern Betroffenen auf beiden Seiten des Krieges ein Gesicht zu geben.

Esen Işik

CAST & CREW

Kida Khodr Ramadan

Abdullah

Beren Tuna

Emine

Ismail Can Metin

Burak

Ahmed Kour Abdo

Malik

ALI KANDAŞ als Kadir, EDA GÜRBÜZ als Elif, ROBIN ARSLAN als Berdan, SERKAN TASTEMUR als Sami, KASEM HOXHA als Hodscha Halit, BADASAR CALBIYIK als Imam Ebu Yusuf, SERKAN ERCAN als der Leichenwagenfahrer, MIRZA SAKIC als Nico, ARTAN MORINA als Mustafa, DARDAN SADIKAJ als Ramazan, KATHRIN IRION, PHILIPPE NAUER als Staatsanwälte, u.a.
 

Drebuch und Regie ESEN IŞIK, Produzentin BRIGITTE HOFER, CORNELIA SEITLER, Kamera GABRIEL SANDRU, Schnitt AURORA FRANCO VÖGELI, Musik MARCEL VAID, Ausstattung NICOLE HOESLI, VELI KAHRAMAN, Ton GÜRKAN ÖZKAYA, Kostüme REGULA MARTHALER, MELIS ATINÇ GAMSIZOĞLU, Maske MARINA AEBI, Produktionsleitung ANDREA BLASER, Regieassistenz MARIANNE EGGENBERGER, Sound Design PETER BRÄKER, Tonschnitt und Mischung JACQUES KIEFFER, Visual Effects EUGEN DANZINGER, Color Grading YVES ROY VALLASTER, Casting SUSAN MÜLLER, SULTAN ERTUGRUL Produktion Türkei GAYA FILM, EMRAH GAMSIZOĞLU

Eine MAXIMAGE Produktion, in Koproduktion mit SRF Schweizer Radio und Fernsehen / SRG SSR

Mit der Unterstützung von BUNDESAMT FÜR KULTUR (BAK), ZÜRCHER FILMSTIFTUNG, KULTURFONDS SUISSIMAGE, MEDIA DESK SUISSE, FONDATION SUISA 

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